Debrief der Nicht-Rettung von Gen. Briggs

  • Gestern haben wir ja den zweiten Versuch der Rettung von Gen. Briggs gestartet, und das Ergebnis war schon deutlich besser als der simulierte erste Versuch.

    Diese Entwicklung kann man sicher als Erfolg verbuchen... aber:


    Dennoch, im Sinne des Auftrages ist die Mission eindeutig nicht erfüllt worden, und die beiden festsitzenden Personen sitzen immer noch fest. Da sie folglicherweise jetzt schon seit über einer Woche keine frische Unterhose mehr gewechselt haben, wird demnächst der Hygienebeauftragte der NRF einschreiten. Das wollt ihr nicht, Jungs.


    Daher schlage ich vor, es NOCH EINMAL zu probieren.


    Die Neuerungen unseres Game-Plans (zu größten Teilen von Pitbull) aus der letzten Mission würde ich wieder übernehmen:

    • Eingeteilter MC
    • Zuständigkeiten
    • Keywords
    • Ablauf
    • Aufgabe des Low-Level nach dem ersten Schuss

    Was wir mMn ändern sollten: vermehrt darauf achten, die gefährliche Kack-Situation

    "Escort Flight kämpft unter stetigem SA-5 Beschuss gegen SU-27, um eigene tief herumkrebsende Striker zu schützen"

    zu vermeiden.


    Es muss klar sein, daß entweder die balburische SAM- oder die CAP-Bedrohung sauber weggemacht werden muss, damit hier mit Aussicht auf Erfolg agiert werden kann.


    Daher gibt es drei resultierend drei Hauptaufgaben:

    • Ein Escort Flight - SU27 weghauen
    • Ein DEAD Flight - mehrere SA-5 weghauen
    • Ein Strike Flight - zwei ZSU-23 und ein paar andere Fahrzeuge

    ..und ein paar von diesen Maschinen haben halt einen zweiten Sitz für die Rettung.


    Von daher schlage ich vor, Vodoo zum Strike zu machen - die sollen sich die Base halt selbst freischießen, statt daß zwei Flüge um die Base eiern müssen, also nur noch einer.

    Intruder kriegt HARMs und wird zum DEAD Flight.


    Damit haben die drei Flights klare Rollen: Escort, DEAD. Die einzige verbleibende Swing-Role ist Voodoo mit Strike+CSAR


    Zum Vergleich - die bislang praktizierte Swingrole war Cobra Escort/DEAD. Diese musste mit vier Maschinen gefühlt alles , was ernsthaft zurückschießt, alleine stemmen. Während ZWEI weiter Flights sich mit potentiell gesamt 32 Mavericksum zwei läppische ZSU-23 stritten.


    Weil es gestern schon als Vorschlag schon gefallen ist - was ist mit GBU-39 SDB? Ich bin dagegen:


    Ich sage mal so, die sind 20 Jahre jünger als das HARM-Modell, die wir in BMS 4.38 fliegen


    Damit auf SA-5 - die aus den 60ern stammen, loszugehen.. hmm wie soll ich es sagen, dann lasst uns konsequenterweise gleich auf "Robbenbabies tot hauen umsatteln". :evil:

    SDB sind natürlich super, und super einfach. Leider ist "Ziele im 2D Recon raussuchen, hinfliegen, Pickle , heimfliegen" halt furchtbar öde und.

    SDB benötigen als Würze einen TE-Bauer, der ein passendes Szenario mit JTAC oder FAC, Koordinaten aufschreiben oder Datalinken, Laserblinken, drumherum baut.

    So ist diese Mission aber nicht angelegt.


    Man erinnere sich, die HARM war in BMS 4.32 auch mal so. Eine super feine Altherrenwaffe, auf der Buchenau-LAN beliebt. Leicht einen sitzen habend, schön ein Bier in der einen Hand, und dann mit 100% Treffergarantie Ziele im HAD auswählen und als foursship dann acht SA-10 wegräumen, vor dem Threat Circle umdrehen, als erste an der Bar sein.


    Heute berücksicht BMS 4.38 dagegen die INS-Drift in der AGM-88, sie fliegt nicht todsicher auf eine Koordinate zu wie einer GPS-guided SDB. D.h. sie benötigt zumindest für einen Teil der Flugdauer ein aktiv strahlendes Ziel. Dazu erfordertsie einen sauberen Handoff, dazu ein wenig Switchology und Parameterwissen. Und taktische Anwendungswissen run um Weaseling, Hunter-Killer Taktiken sind gefragt.

    SEAD ist wieder "You-gotta-be-shitting-me". Geil. Macht Spass.

    Das hätte ich gern weiterhin in dieser Mission, nur halt mit ein paar mehr Piloten.

  • Hi,


    ich habs ja vermutet wir waren gleichzeitig am Debriefen, da mein Beitrag aber auch Gemecker enthält bleibt er da wo er ist.


    zumindest sind wir uns was die double/Swing Task von Cobra anbelangt ziemlich einig...


    Und auch mir macht ein ernsthaftes Sead mehr Spaß aber so wirklich kam das ja auch nicht zustande, durch die Unmengen von SA5 war ein koordiniertes Weaseln nicht möglich war eher ein "hoffentlich geht" sie bald an darauf zufliegen....

  • Daher schlage ich vor, es NOCH EINMAL zu probieren.


    Ob sich für diesen speziellen Einsatz noch Piloten mit Motivation finden lassen steht in meinen Augen auf einem anderen Blatt. Auch sind so Bugs wie

    der Tanker, der seit diversen Falcon BMS Release Versionen immer wieder mal nicht funktioniert nicht förderlich. Gestern konnte der gesamte Intruder Flight deswegen

    nicht weiter mitmachen, weil der Flight keinen Sprit mehr hatte. Ohne Mampf, kein Kampf. Sprich, ab dem Zeitpunkt war die Mission failed, weil die Intruder die Mavericks hatten.


    Ich habe mir daher vorhin überlegt mit einer Hit and Run Taktik den Briggs im Alleingang da rauszuholen. Schnell rein, einladen und wieder abhauen.

    Bis der Gegner merkt was Sache ist, bin ich längst im Landeanflug von Amendola.

  • Ich stimme dem Vorschlag von Cuca zu 100% zu, auch zum wiederholten, hoffentlich finalen Einsatz.


    Eigentlich habe ich für Mittwoch eine Trainings-TE zu den Schwachpunkten vom Sonntag angedacht, aber ich kann auch gerne die "Finale" Mission mit den Neuerungen bauen, ausser Bumerang möchte nochmals was bauen.


    Ich mach sicher schon mal einen Termin im Flugplan.


    Gruss

    Pitbull

  • Kurze Anmerkung von mir:

    Die Ansätze, wie es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Mission gelingen kann, ist im Debriefing erwähnt worden und steht zum Teil auch oben geschrieben.

    Die Harm ist letztlich auch meine Lieblingswaffe, aber man bedenke, sie ist eigentlich nur eine SEAD Waffe (siehe Dan Hampton, Viper Pilot). Man kann nicht sagen, ob sie trifft oder voll daneben geht, wenn man feuert. Bei einer Bombe schon eher, wenn man den Boden im Zielgebiet einebnet damit.

    Rückblickend:

    Genau das verwirrte uns (Kowi und mich) extrem und verleitete mich zur Falschaussage, mit #1 als verlust. Es war uns gerade möglich mit 4 Harms 2 SA5 auszuschalten, wir wussten es aber nicht. Wir waren im Wild weasel Modus mit zwischendurch A/A engagements. Das Problem ist auch gewesen, dass wenn der Tracking Radar strahlte, nur einer von uns diese im RWR sah. Der andere nicht! Das ist doch nicht realistisch.

    Bei meinem 1. Angriff schaltete die SA5 auf mich auf, schoss und ich feuerte die Harm ebenfalls auf sie ab, treffer.


    Für die Planung:

    Bei so vielen Sams kann Hunter Killer Zeit kosten, zu viel Zeit und Sprit, das haben wir nicht unbedingt. Meiner Meinung nach sollten wir (DEAD-Flight) im low level im 80er Jahre Manier auf zwei Sam Stellungen pro Element CBUs oder GBU 38 loften. Also kurz und schmerzlos rüberbügeln bzw. die Tür eintreten. Wer dann noch Bock hat, nimmt Harms mit... naja, zum wild weaseln.

    Wir sollten 4-5 Stellungen ausschalten.

    :8:


    Wir werden Piloten brauchen.


    Grüße Husar


    Ps: Ich bin am Mittwoch dabei, mit gewissen Unsicherheiten wegen Dienstreise.

  • Nur Mal so ne Frage. HAt eigentlich jemand Mal bei diesem Einsatz seinen Jammer als Gegenmaßnahme gegen die SA-5 eingeschaltet? sollte eigentlich relativ effektiv sein. Zum erfolgreichen BVR Engagement muss der natürlich wieder deaktiviert werden...

    Ja, ständig an und ausgemacht. Insbesondere auch beim Hunter Killer muss man den Jammer ausmachen...

  • Das Problem ist auch gewesen, dass wenn der Tracking Radar strahlte, nur einer von uns diese im RWR sah. Der andere nicht! Das ist doch nicht realistisch.

    Ich habe eine Gegentheorie - stell dir mal vor, was das für ein konzentrierter "Pencil Beam" ist, mit dem ein Tracking-Radar sein Flugziel anvisiert. Dieser Beam muss, zum aufrechterhalten des "Lock" ständig präzise nachgeführt und auf dem Flugziel gehalten werden. Der Radarwarner des anvisierten Flugzeugs reagiert nun genau darauf, mit einer hohen Konzentration gebündelter Energie angestrahlt zu werden, und zeigt das akustisch und optisch an.


    Und der RWR eines anderen, sich woanders befindlichen Flugzeugs, welches sich nunmal NICHT in dem Tracking-Beam befindet, zeigt entsprechend eben...

    ...NICHTS an.

    Dazwischen gibt es eine Grauzone, man könnte sich ja am Rand des Beams befinden, in einer Nebenkeule etc.....


    Zum Thema Taktik - ich finde es auch geil, mit oldschool Waffen, NOE und Hardkill-Mentalität SAMs auszuschalten. Wenn man sich aber nochmal vor Augen führt, wo das Problem bei dieser Mission haupsächlich liegt:

    Es besteht darin, die eigenen Tief-Flieger zu schützen, die sich in den SA-5 Threatcircles bewegen. Weil sich der ESCORT weiter oben, auf Air-to-Air-Altitudes, nicht frei genug bewegen kann, um einen angemessenen Schutz vor feindlichen Fighter Threats aufzubauen.


    Ich kann gerade keine taktisch saubere Argumentationskette herleiten, die die These " es hat sich als zu schwierig herausgestellt, unsere Tiefflieger innerhalb der SA-5 Threatcircles zu schützen, also schicken wir da halt noch mehr Tieffieger rein" stützt - helft mir, wenn ich was übersehe?


    Zu Marvels Aussage mit den Tankern - mir ist auch schon aufgefallen, daß es immer mal wieder schief läuft, und dann der Tanker vorgeblich "buggt".

    Ich glaube aber ehrlicherweise, nach dem was man so vom BMS Team über das Tanker-Queue-Management vernommen hat, daß da eine erhebliche Menge an Bedienfehlern der Piloten vorhanden ist, und nicht überall, wo ein Bug vermutet wird, auch wirklich ein Bug drinsteckt.


    Fehler können häufig beobachtet werden. Welche Tanker-Funk Kommando-Tasten man als Wingman zu drücken hat, und welche nicht. Daß so ein Flight auch wirklich erst dann am Tanker angemeldet wird, wenn alle Piloten da sind (und nicht dutzende Meilen hinterm Lead her-eumeln), oder der Lead gar selbst noch dutzende Meilen vom Tanker entfernt ist.

    Ich würde ja vorschlagen, dann fraggt man als TE-Bauer halt noch ein paar weitere Tanker dazu - andererseits soll ja vorgekommen sein, daß Piloten dann die Tanker verwechseln und sich an Tanker A hinterherfliegend, an Tanker B anmelden, ihren Fehler bemerken, sich dann aber nicht bei A abmelden, sondern gleich bei B anmelden, und dann erst recht die Tanker strubbelig machen. ein Teufelskreis... wo war nochmal dieser Boomerang, der hat das doch so vortrefflich erklärt?

  • …andererseits soll ja vorgekommen sein, daß Piloten dann die Tanker verwechseln und sich an Tanker A hinterherfliegend, an Tanker B anmelden, ihren Fehler bemerken, sich dann aber nicht bei A abmelden, sondern gleich bei B anmelden, und dann erst recht die Tanker strubbelig machen. ein Teufelskreis... wo war nochmal dieser Boomerang, der hat das doch so vortrefflich erklärt?

    Da kann ich aushelfen…

  • der fehlte mir noch in meiner Sammlung :D

    Yippieayee...


    Viper
    C/O 47th VFS



    dragonfighters_sig_viper.jpg

    AMD Ryzen™ 7 9800X3D |ASUS ROG STRIX B650E-F Gaming Mainboard | 96 GB DDR5-5600 |ASUS GeForce RTX 5080 TUF Gaming OC | Win 11 Pro |
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  • Mein Eindruck, wie es gestern gelaufen ist, in Runde 3

    Es ist leider wieder das gleiche passiert wie die ersten beiden Male, nur diesmal aus einem anderen Grund - wir waren diesmal insgesamt zuwenige Piloten.

    Pitbull hatte dankenswerterweise die MIssion neugebaut, damit sie sich nicht identisch anfühlt, vermute ich (?). Jedenfalls war sie auf drei vollbesetzte Foutships ausgelegt, wir dann zuguterletzt nur zu siebt am Start.


    Das führte dazu, daß wir die geplante zahlenmäßige Überlegenheit von vier dedizierten SEAD plus vier ESCORTS so nicht herstellen konnten.



    Dementsprechend waren Husar und ich als zweiköpfiger DEAD-Flight nach unserem ersten MAGNUM-Call schon zwischen zwei feindlichen FIghter-Groups sandwiched. An einer Richtung hat Pitbulls ESCORT mitgeholfen, an der anderen mussten wir alleine arbeiten, dies aufgrund der Positionierung zwischen dem SEAD und ESCORT.


    Genau hier gehts schon los - Fehler wurden auch in dieser Mission genug gemacht:



    Betrachte ich mir diese Phase des Fights nachträglich, hätte ich meinen Flight, also Husar und mich, anders positionieren müssen - nicht so offensiv im Sandwich zwischen zwei SA-5 und Fighter-Groups.

    Sondern neben und parallel zum ESCORT. Es ging zwar bis hierhin in unserem Flight noch alles gut, und es waren am Ende beide anvisierten SA-5 down , aber das Risiko, das ich mit dieser Positionierung eingegangen, war total unnötig, und hätte die Mission hier schon zum scheitern bringen können. Soweit hatten wir also erst einmal Glück in SEAD Flight


    Am Ende ist es daran gescheitert, daß die Bedrohung durch Fighter zu stark war, und wir den Punkt zum Abbruch der Mission verpasst haben. Als wir die Mission zuguterletzt aborten wollten, konnten wir uns nicht mehr vom Gegner lösen - wodurch wir dann wie die Fliegen fielen.


    Angesichts der Tatsache, daß wir gestern statt als dreckiges Dutzend nur als glorreiche Sieben unterwegs waren, habe ich gestern trotzdem Spass gehabt, trotz aller Fehler.

  • Fünf Piloten sitzen mit ernster Miene im Schnellboot, welches die Geretteten zur italienischen Küste bringt. Kein Wort wird gesprochen. Die Gedanken kreisen irgendwo zwischen zwei SA-5 und gefühlt unendlich vielen Mig-29 und Su-27. Am Horizont fliegen zwei F16 Richtung Westen, eine davon mit einer dicken, schwarzen Rauchschwade, die aufgehende Sonne im Rücken.

    Zum Glück hatte noch niemand mit Gen. Briggs Kontakt gehabt, der würde vermutlich buchstäblich durch die Leitung steigen.



    Cuca hat schon das meiste erwähnt. Einen wichtigen Punkt gilt es noch zu erwähnen: eigentlich wollte ich die Gegner entsprechend unserer Anzahl Piloten reduzieren. Aus Zeitgründen konnte ich das nicht mehr machen und so war die Gegenwehr zu gross.

    Trotz dem schlechten Abschneiden habe ich mir ein paar Punkte notiert, bei denen wir/ich Fehler gemacht haben und die wir in unser Training einbauen könnten.


    - MC Abort-Entscheidung

    - BVR Taktik defensiv/offensiv

    - Nachtflug


    Mal schauen, ob ich da ein paar Trainigsserien daraus stricken kann.


    Gruss

    Pitbull

  • Hi Marvel,

    wie willst du denn Briggs UND die Copilotin hinten rein kriegen?

    Ach, das passt schon.

    Der olle Briggs kommt auf den Rücksitz

    und die hübsche Co-Pilotin kommt auf meinen Schoß. Weil es dann vorne doch etwas eng werden könnte und uns dementsprechend heiß werden wird,

    werden wir uns beide wohl der Pilotenkleidung entlegen müssen und den Rückflug nackt antreten. Briggs bekommt vor dem Abflug noch eine Augenbinde und Kopfhörer von mir. 8)

  • So, Mission Success.

    Der olle Briggs ist wieder in Sicherheit und pafft wieder gemütlich seine Zigarren.


    Es war die Mission, die wir am 08.03.2026 von Bumerang geflogen sind.

    Einziger Unterschied. Ich bin alleine ins Zielgebiet geflogen.


    Tacview im Anhang.



    Die Co-Pilotin Valeria und ich haben jetzt noch ein Date in meinem privaten Penthouse Quartier. Während des Rückfluges säuselte sie mir

    ins Ohr, dass sie nach 12 Tagen im feindlichen Gebiet Sehnsucht nach eine warmen Dusche hätte. Sie wollte wissen, ob

    ich da irgendeine Idee hätte und ich ihr dabei zur Hand gehen könnte. Und da ich ja stets helfe wo ich nur kann, bin ich ihr da als Gentleman natürlich behilflich.



    Den gesamten Ablauf des Einsatzes, wie mich Briggs auf Kurzwelle erreicht hat, was unterwegs alles passiert ist etc. werde ich die Tage noch in einem Video euch zeigen.


    VG