Quest 3 - von körnig bis unscharf

  • Hallo,


    ich habe mir vor Kurzem die Quest 3 geholt, da ich sie gerne für Mixed VR nutzen möchte. In der Version 4.37.8 läuft die Brille in meiner Simulation wirklich hervorragend – stabile 2×60 Hz pro Auge, allerdings ohne Mixed VR. Mit der Version 4.38 stößt meine aktuelle Hardware jedoch an ihre Grenzen. Das ist grundsätzlich kein Problem, ein Upgrade ist ohnehin geplant, aber im Moment muss ich damit noch etwas warten. Getestet habe ich es mit Wifi und Kabel.


    Worum es mir eigentlich geht, ist die Qualität des Kamerabildes beim Mixed-VR-Erlebnis

    Nach meinen bisherigen Tests bin ich mit dem Kamerabild in der Brille nämlich nicht wirklich zufrieden. Es wirkt recht körnig und unscharf, und gerade für mein selbstgebautes Cockpit – bei dem mir ein möglichst realistisches Erlebnis wichtig ist – ist das natürlich schade.


    Die Simulation selbst läuft perfekt, daran liegt es also nicht. Deshalb frage ich mich nun:


    Kann die Kameraqualität der Quest 3 grundsätzlich noch verbessert werden, oder ist das einfach ein Kompromiss, den man bei der Quest Mixed VR aktuell in Kauf nehmen muss?
    Also wenn ich mir vorstelle das ich in der Pilotensitzlage erahnen muss was auf dem MDF steht oder angezeigt wird dann ist das kein Kompromiss sondern inakzeptabel.

    Ich habe nun einige Berichte gelesen wo User genau dieses Problem beschreiben und selbst noch keine Lösung haben. WIe ist das mir den 47th VR Mixed Piloten Bumerang ?

    Wie ist euer Erlebnis mit der Quest 3?
    Grüße Bee:)

  • 'Hi Bee,

    nun, es ist etwas schlechter als der direkte Blick mit den Augen.

    Es kommt insbesondere auf die Beleuchtung an. Hast du eine gute Ausleuchtung deines Cockpits, sind auch MFD´s und ICP gut zu lesen.

    Ich habe eine LED Lampe hinter mein Pit an die Wand geschraubt, welche auch die Farben ändern kann. So könntest du stimmungstechnisch (Tag oder Nachtflug) das Cockpit in entsprechendes Licht wie in der Simulation tauchen.

    Mein jüngster Sohn hatte noch eine eigentlich coole Idee. Es gibt doch für den Fernseher Hintergruindbeleuchtungen, welche die jeweilige Farbgebung des Monitors kopieren. Das wäre glaube ich das i-Tüpfelchen...

    Etwas Schwierigkeiten habe ich mit dem DED. Zum einen taktes es in einem anderen Herzbereich als die Brille was ein Flackern der Anzeige auslöst, zum anderen sind Einträge schwer lesbar, wenn sie invertiert dargestellt werden, z.B. bei der Eingabe des Bingo Fuel. Mein DED zeigt gelb an. zur Not (da wärst du der richtige Mann für, könnte man den standardmäßigen Magentaausschnitt von BMS dahingehend ändern, dass man das virtuelle DED mit rein nimmt. Auch kann man mal mit düneren Schrifttypen oder gar Polarisationsfolien experimentieren (hey, das probiere ich mal eben aus..) Die LEDs der MFDs können auch flackern. Hier hilft die Helligkeit zu erhöhen, dann flackert nichts mehr.

  • Aber danke für den Gedankenanstoß. Hab grad mal dunkle Folie auf DED und PFL gekebt. Sie sehen jetzt sogar wertiger aus und sind viel besser abzulesen da nicht mehr überblendet:)

    Das mit dem Ausschnitt ist hier erklärt. C:\Falcon BMS 4.38\Docs\01 Input Devices\04 VR Guide

    Aber bei mir hat es motivationstechnisch vs. Aufwand vs. Verständnis noch nicht geklappt.

    Anfangs wusste ich noch nicht mal das es sich bei "Blender" um eine eigenständige Software handelt. Das musste mir ersteinmal mein Jüngster stecken...

  • Aktuell kämpfe ich eher damit, dass ich die obere Buttonleiste vom ICP nicht ins Bild bekomme und ich gehe davon aus, das mein ICP für das Standard File / Cockpit 3D File zu hoch sitzt.

    Ich habe die Com1 Com2 Buttonleiste des ICPs über den Sunshield sitzen wie ist das bei euch? Auf dem Bild sieht man auch wunderbar das Com1 oberhalb des Shunshields ist.

  • Ich habe mich in den letzten 24 Stunden intensiv in Blender eingearbeitet – und ganz ehrlich: Die Anleitung im PDF kannst du komplett vergessen.
    Offenbar fehlen in der Anleitung einige wichtige Informationen für den Export – ich bin nur durch Zufall dahintergekommen.


    Das Anpassen der 3D-Cockpits für BMS ist ab sofort kein Problem mehr. Mein ICP muss ich jetzt übrigens auch nicht umbauen.

    Wenn jemand Unterstützung oder Interesse an VR-/MR-Cockpit-Anpassungen hat, könnt ihr euch gern bei mir melden!

    Grüße Bee

  • Da ich noch für mein PIT 4.37 nutze passt den Pfad auf euer 4.38 an

    1.) 3,6LTS installieren

    2.) Das bms_blender_plugin-1.0.16 und nicht neuste bms_blender_plugin-1.0.18 Plugin einbinden und aktivieren.

    3.) Aus dem Pfad Falcon: \Falcon BMS 4.37\Docs\01 Input Devices\04 VR Guide\BMS-Mixed Reality-Model files das Model MR-Cockpit-Cover.blend für Fullcockpit auswählen und öffnen.


    4.) Modell entsprechend bearbeiten unter "Mesh" und darauf achten, das Mesh in der Scene Colletions zu bearbeiten und zu speichern und es anschließend in den Exporter zu verschieben sonst erscheint keine Veränderung im Exporter prüfen auf Material LOD und Zuweisung der Farbe und dabei dann nicht im Mesh Mode sondern im Layout Mode zu sein.


    4.1.) Modell "duplizieren" Mesh -> STRG+A und zu export verschieben im Scenen Colletion STRG+V

    5.) Model Mesh -> Taste A -> Merge -> normalisieren mit Mesh -> Normals -> Recalculate Outside

    6.) Model Mesh -> Taste A -> Merge -> By Distance
    7.) Im Materialeditor darauf achten, das nur eine UV Map im Mesh.1305 vorliegt (Layout/Data (Object Data Properties)/UV Maps) dort muss UVCannel_1 stehen
    7.1) Im Materialeditor darauf achten, das dass Material MR-Cockpit-Cover.001 heisst und der Fabecode RGB 255, 0, 255 gesetzt ist
    7.2.) Modeling -> Mesh -> Clean Up -> Delete Looses // entfernt gelöste flächen
    7.3.) Modeling -> Mesh -> Clean Up -> Delete by Distance // entfernt entfernte gelöste flächen
    8.) Export zu F4-bms Pfad \Falcon BMS 4.37\Data\TerrData\Objects\Models\3840 zum Model wählen

    9.) Export Collection ist Collection

    Sollte es Probleme geben und die wird es geben beim Export ... in der .Dat oder .Mat Datei müssen folgende Werte nachgetragen werden über den Editor oder direkt im Blender:


    Data: (Kann direkt im Blender gemacht werden unter dem Navigationsmenue von BMS im Blender Plugin unter LOD)
    [tt

    Dimensions = 0.718953013 0 0 0 0 0 0

    TextureSets = 1

    Switches = 0

    Dofs = 0

    AddLOD = Model_0.bml 600000[/tt]

    Material: Hier habe ich keine Lösung gefunden und das muss händisch gemacht werden in der Datei

    { } "Materials": [ ] { } "Name": "MR-Cockpit-Cover", "Template": { "File": "PBR", } "Material": "PINK"


    Schabitteschön :)



      


  • und der Kauf lohnt sich ?!


    Na ja, das muss wohl jeder für sich selber entscheiden. Gebraucht gibt es die 512 GB Variante bei Ebay für ca 400 Euro.

    Neu halt jetzt für ca 480 Euro.


    Ich selber habe die VR Brille seit ca 2 Tagen im Einsatz und kann sagen, dass ist schon ein Unterschied. Ich kämpfe zwar noch mit Motion sickness , aber das

    soll wohl irgendwann durch Training weg gehen.


    Ich habe mich die Tage davor mit verschiedenen VR Videos beschäftigt und das Fazit zur Quest 3 war unter anderem das hier:

    https://youtu.be/90aCOMVpKcI?si=9vL-fS8fh8ZGorQz

    Kurzfassung : Ja, lohnt sich.


    Dann wollte ich noch die Frage klären, ob die Pico, Pimax etc. nicht doch besser sind. Ja, diese haben gegenüber der Quest Vorteile bzgl. FOV , Schärfe etc.

    Aber: Die Quest 3 ist einfach ein Allround Gerät das funktioniert. Auspacken, starten, glücklich sein ist das Motto. Man muss nicht rumbasteln sondern es funktioniert einfach.

    Auch ist die gesamte Meta Software für die Quest sehr reichhaltig. Mark Zuckerberg hat wohl mal den Film "Ready Player one" gesehen und hat deshalb die Quest VR

    Brillen + Software entwickeln lassen. Und ja, das gibt es jetzt im Jahr 2025 wirklich in vereinfachter Version wie aus dem Film. Beeindruckend.

    Insbesondere, dass es so viel Software dafür gibt ist sehr gut. So kann man nicht nur Simulatoren damit nutzen.

    Dank des Virtual Desktop Software für ca 25 Euro kann man halt PC Spiele in die Quest 3 einspeisen. Zusätzlich kann man über StreamVR halt Steam Spiele in die Quest 3 spielen.

    Nett ist auch das man Filme dann in seinem eigenen Kinosaal schauen kann. Man muss nicht mehr ein echtes Homekino bauen. Wird jetzt einfach simuliert.

    Oder Homeoffice auf Hawaii am Strand? --> Brille aufsetzen, Umgebung laden, fertig.


    Bzgl VR und Falcon BMS

    - Tanken finde ich mit der VR Brille schwieriger (vielleicht ist das auch einfach Übungssache, weil man jetzt halt im echten Cockpit sitzt und die Proportionen eine andere sind. Man muss sich umgewöhnen)

    - Man muss mehr mit Shortcuts oder Voice Attack (Spracheingabe) arbeiten, weil man die Schalter im Cockpit durch umschauen nicht mehr so gut erreicht

    - Umschauen nach hinten bzgl "Check Six" ist mit dem TrackIR einfacher. Den Hals um 180 Grad drehen ist schwerer als einfach im TrackIR zu sagen, maximaler Ausschlag wenn man sich nur um 5 Grad umschaut.

    - Schärfe nicht so hoch wie bei einem echten Monitor ( nach diversen Optimierungen mit max Einstellungen schaffe ich es nicht, die schärfe eines Monitors hinzubekommen)

    - Notizen die man im Briefing auf Papier gemacht hat, sieht man logischerweise nicht mehr. Es gibt aber ein Passthrough Shortcut, so dass man seine echte Welt ingame einblenden kann.

    - das tragen der Quest 3 ist teilweise unangenehm. Die Kopfhalterungen sind leider von Haus aus nicht gut. Man muss hochwertige Halterungen kaufen.


    Persönliches Fazit: Ja, die Quest 3 ist in meinen Augen sehr gut. Insbesondere dann, wenn man die Motion Sickness im Griff hat. Ein paar Nachteile habe ich allerdings oben aufgeführt.

    Muss man halt für sich selbst bewerten, ob man die in Kauf nehmen möchte.