Beiträge von Pitbull

    Ja das mit dem Funk hat gestern nicht geklappt und es war auch für uns Jets ungewohnt ruhig am Funk, obwohl theoretisch 8 Flugzeuge auf der Frequenz waren.


    Ich werde das während meinem kommenden Urlaub (3 Wochen) mal untersuchen, auch ob allenfalls der DCS-interne Funk wieder eine Alternative wäre. Eventuell biete ich dann eine lockere Mission zum Funk-Testing an.


    Gruss

    Pitbull

    Wegen Ferienabwesenheit des Geheimdienstmitarbeiters hat die Auswertung der Tapes der letzten Mission etwas länger gedauert.


    Grundsätzlich kann bestätigt werden, dass unsere neue Taktik funktioniert, sowohl Defensiv wie auch Offensiv.


    Aus dem Tape lässt sich noch ein weiteres Verhalten des Gegners, welches auch uns in gewissen Situationen hilfreich sein kann, eruieren. Der Gegner kam sehr häufig mit grosser Überschall-Geschwindigkeit angebraust (Mach 1.5+). Dies hat zum einen den Vorteil, dass der Missile schon eine gehörige Portion Energie mitgegeben werden kann und zum anderen verfügt das gegnerische Flugzeug über genügend Energie, um mit einem Defensiv-Manöver die AIM-120 abzuwehren, die eigentlich einen 100%igen kill bringen sollte. So konnte am Freitag eine Su-27 mit anfangs Mach 1.5 im Block 2 eine AIM-120 von Bumerang auf 7 (!!) NM abwehren und hatte im Drag immer noch eine Geschwindigkeit von Mach 1.3! Dies geht allerdings alles auf Kosten von Fuel und so zogen die ersten Su-27 bereits nach 3 Angriffsversuchen wieder Richtung Homebase.


    Generell waren wir im Flug vom letzten Freitag noch etwas zu trigger-freudig und haben die AIM-120 teilweise zu verschwenderisch auf grosse Distanz abgefeuert. Ebenfalls konnten mehrere Doppelbeschüsse im Tape ausgemacht werden. Hier kann man sicher mit einer guten internen Kommunikation noch mehr Effizienz rausholen.


    Aber im grossen und ganzen sind unsere Auswerter mit der Mission sehr zufrieden und zuversichtlich, dass wir gegen die R-27 wieder reelle Chancen mit unserer neuen Taktik haben.


    Als nächstes werden wir uns die R-77 zur Brust nehmen und weitere Testflüge durchführen.


    Gruss

    Pitbull

    Unser Geheimdienst war fleissig und hat die MAR gegen die AA-10C ermittelt. Ebenfalls konnten bereits neue Taktiken daraus abgeleitet werden und es kam in einem ersten Test bereits zu einem erfolgreichen Abschuss (Juhuu!). Die Daten sind noch geheim und werden im Training am kommenden Freitag präsentiert und in einem praktischen Test, bei dem mit scharfen Waffen auf echte Gegner geschossen wird, ausgiebig getestet.


    Also: Join in


    Gruss

    Pitbull

    Im Rahmen des Trainings vom letzten Freitag haben wir das neue Defensiv-Verhalten der Gegner und deren Taktik mit der R-77 untersucht. Soviel ist schon mal klar: unsere Taktiken müssen zwingend angepasst werden und es bedarf noch weiterer Testflüge um die Taktik der Gegner zu erforschen und unsere Taktik an die neuen Parameter der AIM-120 anzupassen.


    Am Freitag haben wir in zwei Gruppen den Gegner getestet. Die erste Gruppe (Offense) versuchte, den Balburen die R-77 abzuluchsen und dabei zu beobachten, welche Taktik die Gegner anwenden. Die zweite Gruppe (Defense) musste einen Luftraum beschützen und versuchte herauszufinden, wie der Gegner unsere AIM-120 derart erfolgreich defeaten kann.


    Die Auswertung der Tapes des ersten Fluges ist nun erfolgt und hier die Resultate:


    Offense


    Der Auftrag wurde nicht zu 100% erfüllt, aber es ergeben sich bereits erste Erkenntnisse.

    - Die R-77 kann im Block 1 noch auf ca. 11 NM abgewehrt werden.

    - Ist man bereits im Drag, so kann die R-77 auf 6NM NICHT mehr abgewehrt werden!

    - Die R-77 kann im Block 2 noch auf 15 NM abgewehrt werden.

    - Wie ihr dem Bild unten entnehmen könnt, hat Mav bei dieser Mission seinem Spitznamen alle Ehre gemacht. Aus dieser Situation kam er, mit Unterstützung von Bumerang, wieder heile raus.



    Defense


    Obwohl die zweite Gruppe alle 12 AIM-120 verschossen hatte, konnte kein einziger Treffer verzeichnet werden. Die Balburen haben alle AMRAAM abgewehrt bzw. ein paar unserer Schüsse waren nicht innerhalb guter Schussparameter abgefeuert worden.

    - Die AIM-120 kann im Block 2 auf 14NM noch abgewehrt werden.

    - sämtliche long range shots (26-27NM) wurden abgewehrt.

    - ein Ziel mit drag aspect (Schuss von hinten) kann im Block 2 auf ca. 10NM die AIM-120 nicht mehr abwehren.

    - obwohl wir keinen Gegner abgeschossen haben, hatten wir ein Mission Success, weil wir die Zone erfolgreich vor dem Gegner verteidigt haben.


    Resumee nach dem ersten Test:

    Im Bereich der Missile-Performance und den KI-Taktiken hat sich einiges geändert und wir müssen dringend unsere Schussphilosophie anpassen. Dazu brauchen wir aber noch weitere Daten aus Versuchen und ich werde dazu noch weitere Missionen anbieten bzw. in Zukunft die Tapes detaillierter auswerten.


    Gruss

    Pitbull

    Ihr habt das hervorragend gemacht gestern und für mich war es auch ein grosses Vergnügen. Live habe ich das das letzte Mal vor über 20 Jahren gemacht. IFR fliegen mit Heli ohne Copilot ist wirklich Knochenarbeit.


    Gruss

    Pitbull

    Montagmorgen, 06:20 Uhr im Briefingraum in Aviano. Die Sonne brannte schon ziemlich stark durch’s Fenster und ich schützte meine müden Augen mit der Sonnenbrille. Den Eishockey-Match gestern Abend musste ich noch unbedingt zu Ende schauen, das war viel zu spannend. "Den Schlafmangel mache ich dann halt mit meiner Routine wieder wett", dachte ich mir vor dem zu Bett gehen, aber jetzt war ich meiner Sache nicht mehr ganz sicher. Obwohl dieser Safety-Check jedes Jahr durchgeführt wurde und ich die Sache eigentlich immer ganz locker anging, war ich jetzt doch etwas nervös. Deshalb war ich auch schon 10 Minuten vor dem Briefing hier und ging noch einmal alle Emergency-Checklisten durch. Mein neues Electronic Flight Bag liess sich hervorragend durchblättern, das würde mir auch im Flug keine Probleme bereiten. Aber nein, da sind ja nur die Karten von Korea drin und die Balkan-Karten wollte ich mir ja gestern Abend noch schnell drauf laden! Mist. Jetzt einfach improvisieren und nichts anmerken lassen. Aviano kenne ich ganz gut und die Kameraden im Turm werden mir heute sicher kein Bein stellen.


    06:29 Uhr. Plötzlich hörte ich Schritte im Gang und den ruhigen und konzentrierten Schritt konnte ich ohne Zweifel meinem Instruktor zuordnen. Er war ein sehr erfahrener, kameradschaftlicher Pilot und immer guter Laune. Sein unheimlich grosses Wissen konnte er immer auf eine sehr lustige Weise an uns weitergeben und so gesehen konnte ja eigentlich gar nichts mehr schief gehen.


    Als die Schritte näher kamen bemerkte ich noch ein ganz feines, samtenes Laufgeräusch und als Bumerang wie immer mit einem Schmunzeln in der Türe stand, streifte seine Lieblingskatze schnurrend um seine bereits vom G-Sack festgezurrten Beine. Die beiden waren unzertrennlich und Bumerang durfte als einziger Pilot auf der Base eine Katze halten. Auf mich wirkte der Kater gleich sehr beruhigend und ich begrüsste die beiden herzlich. Jetzt war ich überzeugt, dass der Morgen sehr erfolgreich werden würde.


    Mein Fluglehrer und ich machten zügig die Vorbereitungen für den anstehenden Check-Flug und fachsimpelten danach noch kurz über den balburischen Whiskey, welchen wir vorletzte Woche mit den Hueys beschafft hatten. Der edle Tropfen war von vorzüglicher Qualität und nur auserlesene Piloten wussten, wo er gelagert wurde.


    Nachdem wir alles besprochen hatten, zogen wir unsere Harness an, packten unsere Helme, verabschiedeten uns von der Katze und machten uns auf den Weg zur Ramp. Auf dem Gang bemerkte Bumerang, dass er die Effektentasche mit den Pilotendossiers noch vergessen hatte und eilte nochmals zurück in den Briefingraum. Als er wieder zu mir aufschloss, bemerkte er, dass seine Tasche jetzt so merkwürdig schwer wäre, dies obwohl die Pilotenakten seit neuestem alle elektronisch auf seinem Tablet gespeichert waren und dieses nur wenig Gewicht ausmachte.


    Als wir über den Tarmac schritten, glänzte unsere Maschine schon in der Morgensonne und beim Eintreffen am Flugzeug wunderte ich mich noch über die überaus freundliche Soldatin der Bodencrew, welche besonders mit meinem Instruktor ein paar lustige Sätze hinter vorgehaltener Hand abhielt. Ich schenkte den beiden keine grosse Aufmerksamkeit und stieg, mental bereits beim anstehenden Flug, konzentriert die Leiter hinauf in’s Cockpit.




    …




    Als Bumerang nach der Landung die Cockpithaube vom hinteren Sitz öffnete, schaute mich der Einsatzleiter der Feuerwehr ganz ernst an und zeigte mit dem gespreizten Daumen an, dass alles sicher für den Ausstieg sei. In seiner Schutzausrüstung sah er wie eine ausserirdische Gestalt aus und ich zögerte ein wenig, bevor ich meinen Helm auszog, die völlig durchnässte Stoffhaube in der Hosentasche verstaute und aus dem Sitz kletterte. Nachdem die Rettungskräfte Bumerang ebenfalls aus dem Cockpit halfen, liefen wir zügig von der Runway über das Gras zum Operationsgebäude wo unsere Theorieräume waren. Bevor ich ein Wort zu meinem grinsenden Instruktor richten konnte, musste ich erst mal meine Gedanken neu sortieren. Wieder wurde ich im Flug von dem unendlichen Detailwissen meines Kameraden und Lehrers überrascht. Obwohl ich dachte, dass ich bei der F-16 so ziemlich alles kenne, hatte ich in den letzten 45 Minuten wieder etliche a-ha-Erlebnisse. Ich fühlte mich nach dieser Mission nicht nur sicher am Boden, sondern auch um einiges sicherer in Notsituationen und war nun gewappnet für zukünftige aussergewöhnliche Situationen im Fluge.


    Erst nach dem ausgiebigen Debriefing und dem ersten kühlen Bier an der Staffelbar konnte sich mein Puls wieder einigermassen im grünen Bereich einpendeln und ich konnte nun locker mit meinem Instruktor über das gerade Erlebte Witze machen und in guter Gemeinschaft den Tag ausklingen lassen.




    Gruss


    Pitbull

    Was auch noch hilft: regelmässig G-Belastung üben. Also nicht nur einfach am Anfang des Fluges den G-Warm machen, sondern wöchentlich 1-2 mal G-Belastungen trainieren. ;)


    Gruss

    Pitbull

    Zwar keine neue Erkenntnis (wurde so von den Devs beschrieben), aber mich freut es trotzdem, dass die Wolken wieder Wolken sind. Sprich wenn man durch sie hindurchfliegt, die Sicht auch entsprechend neblig wird.


    Und noch eine Kleinigkeit: Kunsan heisst jetzt Gunsan.


    Gruss

    Pitbull

    Das Training am Freitag war auch für mich als AWACS sehr spannend.


    Was sich dabei sehr gut gezeigt hat und durchaus der Realität entspricht: die R-77 ist von der Performance der AIM-120 ebenbürtig.

    Es erstaunt daher auch nicht, dass die Taktiken auf der roten und der blauen Seite mehr oder weniger identisch sind und das Ganze meistens in einem Patt endet. Oder anders gesagt, wenn Rot und Blau immer auf maximaler Distanz feuern und beide Seiten immer rechtzeitig wieder rausdrehen, um die gegnerische Rakete zu defeaten, dann enden wir am Schluss in einem klassischen Dogfight, weil keiner mehr Medium-Range-Missiles mehr hat (deshalb nehme ich IMMER IR-Raketen mit). Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass man KONSEQUENT im richtigen Moment defensiv geht um die R-77/AIM-120 zu defeaten und hier ist die KI, egal welcher Skill Level, nahezu perfekt. Entsprechend müssen auch wir uns in diesem Bereich verbessern. Ich bereite dazu bereits ein Training vor.


    Es stellt sich nun die Frage: Wie können wir uns aber trotz dieser scheinbar ausgeglichenen Ausgangslage in eine Vorteilsposition bringen?

    Ich persönlich wende die zwei folgenden Taktiken an, um mir einen Vorteil zu erschaffen, wobei die erste teilweise auch von der KI angewendet wird:


    1. Die AIM-120 beim Abschuss in eine bessere Performance-Umgebung bringen, sprich über 30'000 Fuss steigen und Überschall fliegen.


    2. Dem Gegner die R-77 ablocken, ohne dabei selber zu feuern, also quasi nur eigene Schüsse vortäuschen und RECHTZEITIG defensiv gehen.


    Die zweite Taktik habe ich ganz selten auch bei der KI gesehen und diese funktioniert am besten, wenn man zu zweit die Flugmanöver perfekt abstimmt, so dass immer ein Element Druck auf den Gegner machen kann. Bei diesem koordinierten Angriff haben wir human eindeutig Vorteil gegenüber der KI und das sollte eigentlich der Schlüssel zum Erfolg sein.

    Natürlich müssen wir das ständig üben und ich bin auch da in Vorbereitung einer geeigneten Trainings-TE.


    Gruss

    Pitbull

    Ich habe es nochmals ausgiebig getestet und bin zu folgender Erkenntnis gekommen.

    Grundsätzlich finde ich, dass DCS die Nacht sehr realistisch umgesetzt hat. Wenn's so richtig dunkel ist, sprich ohne Mond oder Dämmerung, dann ist es auch in echt richtig dunkel und im Prinzip ist es wie IFR-Fliegen. Man ist sehr stark von den Instrumenten abhängig und findet ab und zu Referenzen am Boden (Stadtbeleuchtung etc.). Über dem Meer ist's dann halt oben schwarz und unten schwarz, wobei die Sterne könnten in DCS schon ein bisschen heller modelliert sein, das gäbe dann eine etwas bessere Referenz wo oben ist.


    Beim Problem mit der Sichtbarkeit des Flugplatzes gibt es zwei entscheidende Punkte. Zum einen ist es wie in BMS, dass die Flugplätze akuten Strommangel haben und deshalb die Runway-Beleuchtung erst auf Anfrage, sprich beim Landeanflug einschalten.

    Zweitens wird die Sichtweite der Lampen in DCS in den Optionen unter dem Punkt Sichtweite beeinflusst.


    Bei meinen Tests habe ich auf der Einstellung HOCH die Runway auf ca. 7 NM gesehen.

    Mit der Einstellung ULTRA kam ich dann auf ca. 10 NM. usw.


    Das Problem mit der Bodencrew ist dann nochmals eine etwas andere Geschichte. Die sind halt in der Nacht ziemlich schlecht beleuchtet und nur mit der grossen Taschenlampe sichtbar.


    Für mich ist Nachtflug immer eine ganz spezielle Herausforderung, die ich gerne annehme, aber es braucht dann halt schon volle Konzentration. Und übrigens finden nicht umsonst die meisten Erstschläge Nachts statt. Die Balburen haben ebenfalls so ihre Mühe mit der Dunkelheit der Nacht.


    Gruss

    Pitbull

    Ich dachte mehr, weil ich im Moment das Update kostenlos machen kann (wie lange noch?) und man sagt ja immer, aus Sicherheitsgründen. Auf meinem Surface habe ich schon länger Windows 11 und könnte jetzt auf die schnelle nichts negatives berichten.


    Gruss

    Pitbull