Von mir sicher nicht, auch wenn ich ernsthaft über eine VR-Brille nachgedacht habe. Das mag im Moment vielleicht etwas widersprüchlich klingen, da ich weder ein richtiges Cockpit noch ein ICP, MFDs oder Ähnliches besitze, sondern ausschließlich mit einem 24"-Helios-Touchscreen fliege, den ich allerdings nicht mehr missen möchte. Überspitzt formuliert kommt für mich dieses „Herumgestochere“ im 3D-Pit nicht infrage, ebenso wenig wie die ständigen Kopfverrenkungen.
Was dabei allerdings verloren geht, ist das Gefühl, mit einer VR-Brille tatsächlich im Cockpit zu sitzen. Letztlich ist es für mich eine reine Abwägung von Vor- und Nachteilen und speziell für Falcon BMS überwiegen aktuell die Nachteile. Würde ich hingegen häufiger DCS-Sightseeing-Flüge machen, wäre VR für mich ganz klar die erste Wahl.
Im Februar überlege ich, ob ich mir einen neuen PC anschaffe und ob dabei eventuell auch eine Quest 3 eine Rolle spielt.
Zum Schluss noch ein Wort zu deiner Erfahrung, ich habe in Buchenau in Korbis-Cockpit mit seiner sündhaft teuren VR-Brille gesessen. Das Erlebnis mit der Brille war zwar sensationell, aber sein geiles Cockpit wirkte plötzlich fast nebensächlich, ein Campingsitz hätte es im Grunde auch getan. Das war für mich ehrlich gesagt ziemlich ernüchternd.
Vielleicht habe ich aber auch einfach die Fähigkeit, mich selbst vor einem guten Monitor gedanklich so stark in die 3D-Welt zu versetzen, dass es sich für mich tatsächlich real anfühlt.
Damit möchte ich weder VR-Brillen schlechtreden noch den klassischen Monitor glorifizieren. Ich denke nur, dass im Bereich VR noch einiges an Potenzial steckt, aber eben noch nicht jetzt und noch nicht zu einem wirklich erschwinglichen Preis.
In deinem Fall hätte ich wohl genauso entschieden. Genieße also dein Cockpit, denn es ist ein besonderes Erlebnis so zu fliegen. Da kann ich ein bisschen mitreden, weil ich Bumi‘s, Viper‘s u.a. schon so real genossen habe. Die Flugsimulation bleibt am Ende die gleiche.