Beiträge von Hummer

    Weil es gerade Freitag ist war, eine kleine Story vom Flug, den ich gerade mit Cuca, Husar und Kowalski hatte.

    (Achtung, Wahrheitsgehalt der Story irgendwo zwischen 70 und 90%)


    Wir sind die TacEval 02 (BFM) Prüfung geflogen. Bei der Cuca und Husar die Prüfung flogen und Kowalski und ich als Feinddarstellung die Fähigkeiten der beiden im BFM bewerten sollten. Kowalski und ich dachten vorher noch: "Cuca und Husar? Das wird eine Herausforderung", denn beide sind ja recht gute Dogfighter.

    Die ROE des Einsatzes sahen ja vor, dass Kowalski und ich mit unseren MiG29 als Feinddarstellung nicht 100% geben, aber als wir dann nach dem Head-on in den Kurvenkampf einstiegen, hatten wir doch schnell das Kamikaze-Stirnband umgelegt und das Messer zwischen den Zähnen.

    Kowalski hatte es direkt erwischt und ich war allein im Gefecht mit Cuca und Husar. Dennoch konnte ich mich in einer schönem Position hinter einer F-16 einnisten und irgendwann nicht mehr der Versuchung widerstehen, den Auslöser zu drücken. Der Flug war damit durch, da die Prüfung nicht mehr bestanden werden konnte und im Debrief erfuhr ich, dass ich tatsächlich Cuca erwischt hatte.

    Nochmal für die, die es nicht wissen: Cuca ist unser Dogfight-Papst. Und den habe ich gerade so richtig vernascht! :15:

    Auch wenn das bedeutete, dass wir den Prüfungsflug wiederholen mussten, war ich doch ein wenig stolz auf mich und ging mit gestiegenem Selbstvertrauen in die Wiederholung des Fluges.

    Das Setup war ähnlich. Kowalski wurde direkt wieder aus dem Himmel gepflückt und ich ging ins Gefecht mit Husar und Cuca. Ich fand mich schnell in einer Todesspirale wieder, die mein Widersacher perfekt flog Mich wunderte nur, dass der Wingman mich in den Minuten, in der ich in der Spirale war, nicht abgeschossen hatte. Na ja, dachte ich mir, wahrscheinlich ist dann Husar hinter mir, denn er hatte vorher schon gesagt, dass er Probleme mit dem Auslösen seiner Waffen hatte. Also muss Cuca vor mir sein. Ich habe also die Gelegenheit, Cuca direkt zum zweiten Mal zu zeigen, wie man Dogfight richtig fliegt.:evil:

    Kurz über dem Wasser fingen die F-16 und ich unsere Maschinen ab und setzten unseren Kurvenkampf fort. Doch dann wurde mein Flieger von 20mm Munition durchsiebt, denn der verlorene Wingman hatte sich nun hinter mich gesetzt.

    Das Debrief offenbarte aber eine Überraschung - es war nicht Cuca, der mit mir in der Spirale flog, sondern Husar. Dann fragte ich aber, warum Cuca so lange gebraucht hatte, bis er mich abfangen konnte.

    Darauf die lapidare Antwort: "Ich hatte einen Engine Flameout und ohne Triebwerk hat der Dogfight halt es etwas länger gedauert..."

    Und da war es wieder dahin, mein Selbstvertrauen als Dogfighter... :1:

    Kowalski und ich bereiten gerade einen Einsatz für die TacEval zum Thema "Luftnahkampf" vor.

    Dabei haben wir festgestellt, dass die neue VR Technologie einerseits ein Segen für den Dogfight darstellt, auf der anderen Seite aber auch ein mögliches Problem mit sich bringt.

    Wir haben nämlich festgestellt, dass die Auflösung/Schärfe in VR deutlich schlechter ist und dass es uns schwerfällt, eine visuelle Identifikation von anderen Flugzeugen durchzuführen. Ich habe mir das gerade noch einmal angeschaut und ich stelle bei meinem System fest, dass ich ohne VR eine Mig29 und eine F-16 auf über 8NM voneinander unterscheiden kann. In VR muss ich je nach Winkel auf eine Meile heranfliegen. Das stellt für unsere Überlegungen der Taktiken im Luftnahkampf ein Problem dar.


    Ich würde daher gerne wissen, ob das ein allgemeines Problem ist oder ob ich da vielleicht nur eine falsche Einstellung im VR habe. Ich habe daher folgende Bitte an die VR-Nutzer unter uns:

    Bitte fliegt mal die beiliegende TE. Nach dem Einstieg kommt euch ein Verband aus 2 F-16 und einer MiG29 entgegen. Bitte sagt mir mal, auf welche Entfernung Ihr in der Lage seid, die MiG von der Viper zu unterscheiden.

    Wenn das bei euch entscheidend besser ist als bei Kowalski und mir, dann sagt doch mal bitte, mit welcher Hardware und welchen Einstellungen ihr arbeitet.


    Meine Systemparameter:

    RTX3070

    HP Reverb G2

    Auflösung Mixed Reality 4320x2160

    Auflösung pro Auge SteamVR 3436x3348

    BMS VRResolution 1.4

    Dateien

    • LNKT2-6.zip

      (11,1 kB, 4 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    So, hat sich erstmal erledigt, es hat sich um ein Missverständnis gehandelt.

    Der Hauptswitch auf dem ECM Panel ist in der 3D Welt optisch ein 3-Wege-Switch (Off-Stby-Oper). Daher dachte ich, dass ich diesen Switch mit den neuen SimXMTASPISxxx Callbacks steuere. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Der Switch ist (zumindest in der Block, die ich zum Testen in der Instant Action geflogen bin) nur als 2-Wege-Switch abgebildet und diesen steuere ich -wie bisher auch- über die SimECMon/SimECMoff Callbacks.

    Danke für den Tipp, nik.

    Deine drei Schalter stehen ja in den Standard-keyfiles drin. Aber da fehlt mir ein Schalter. Entweder steuert man die Schalterpositionen direkt an (Oper/Stby/off) oder man schaltet die Befehle durch (toggle).

    Im Pit möchte ich gerne die direkten Zustände des Schalter steuern und in Micros Posting gab es den Hinweis, dass in der Standard-Keyfile ein Callback fehlt (für die off-Positon). Aber hier fängt mein Problem an: Dieses Callback kann ich in meine Config schreiben, aber es taucht im Setup von BMS trotzdem nicht auf.

    Ich habe Micros Hinweise zu den neuen Callbacks für 4.37 im BMS Forum gelesen.

    Ich habe versucht die Callbacks bei mir zu ergänzen, aber ich schaffe es nicht den Callback "SimXMTASPISOff" einzubinden. Der Callback taucht in der 2D-Welt nicht auf ich kann entsprechend keinen Keystroke programmieren. Die Keyfile habe ich überprüft, ich bin definitiv in der Key-Datei, in der ich den Callback per Editor hinzugefügt habe (SimXMTASPISOff 116 0 0XFFFFFFFF 0 0 0 1 "ECM: XMTASPIS Knob - Off") .

    Hat das einer von euch geschafft und kann mir sagen, was ich falsch mache?

    Ich hatte beim Thema "Neuerungen 4.37" schonmal angedeutet, dass ich bezüglich VR noch an der Schwelle zwischen "nett für einen offline-Dogfight" und "echte Alternative zum Pit/Monitor-Setup" stehe. Ich sehe hier noch Diskussionsbedarf und mache dazu mal einen eigenen Thread.

    Meine Bedenken beziehen sich vor allem auf das Thema SA, das Bumerang ja auch gerade zum Schwerpunktthema für das Training gemacht hat. Im VR - ohne Zugriff auf ein LineUp, Approachchart oder Notizen aus dem Briefing kann ich zumindest für meine Person sagen, dass ich mich nicht in der Lage sehe eine komplexe Mission zu fliegen.


    Micro hatte auf das Tool OpenKneeboard hingewiesen, mit dem man sich ein virtuelles Kniebrett in der VR-Welt anzeigen lassen kann. Dieses Tool könnte meine Bedenken zerstreuen, da damit zumindest schon einmal die technische Möglichkeit gegeben ist, auf vorher bereitgestellte Unterlagen zuzugreifen. Man kann wohl sogar Notizen machen, aber dazu braucht man spezielle Hardware, die zumindest ich mir nicht dafür zulegen werde.


    Aber jetzt kommt der Punkt: OpenKneeboard hat wohl eine DCS-Integration, um Unterlagen direkt aus der Missionsdatei herauszuziehen - In BMS gibt es das aber nicht. Das bedeutet, dass man die Unterlagen vorher in Form eines pdf oder jpg vorliegen haben und manuell auf das Kneeboard kopieren muss.

    Die Konsequenz ist also, dass die notwendigen Informationen vor dem Flug bereitgestellt werden müssen.

    Und das hat aus meiner Sicht Auswirkungen darauf, wie wir das Briefing dieser Flüge gestalten: Entweder muss der Missionsbauer bei komplexen Einsätzen direkt davon abraten VR zu nutzen, er muss die notwendigen Unterlagen gesammelt im korrekten Format anbieten (inkl. aller instrument procedure charts, da das EFB mit den internen Verlinkungen nicht auf dem OpenKneeboard funktioniert) oder man muss zwischen Briefing und Flug von vorn herein ein Zeitfenster einplanen, in dem die VR Piloten sich die notwendigen Informationen selbst zusammensammeln und für die VR-Welt bereitstellen. Das kann nach meiner Schätzung schon einmal 15-30 Minuten dauern.

    Da ich keine der Optionen für optimal halte, würde ich gerne mal wissen, ob Ihr meine Gedanken soweit nachvollziehen könnt und wie Ihr euch das Vorgehen bei Flügen in VR vorstellt.

    Habt ihr wirklich vor BMS dann durchgängig in VR zu fliegen?

    So schick das auch aussieht, aber ich habe noch keine Lösung, wie ich bei komplexeren Einsätzen in VR auf Notizen und Unterlagen aus dem Briefing zugreifen kann.

    Oder ladet ihr das alles auf das virtuelle Kniebrett in BMS?


    Ich bin daher im Augenblick darauf eingestellt, dass ich das VR nur für einfache Einsätze einsetze und mir für aufwändigere Hot Missions das 2D-Pit bereit halte.

    Sehr cool. Kannst Du mir bei Gelegenheit mal erklären, wie man mit einem extern Client die BMS RTT anzapft? Das klingt nach einem tollen Ansatz,

    Ich finde es nur wichtig, dass man sich immer bewusst macht, dass das Briefing ein entscheidender Beitrag zum Erfolg eines Einsatzes ist und damit auch indirekt zur Zufriedenheit der Teilnehmer beiträgt. Bei allen Ideen zur Verkürzung/Standardisierung muss die Priorität darauf liegen, dass alle Piloten vor dem Einstieg ins Cockpit wissen, worum es geht und was erwartet wird. Und wenn das bei einem komplexen Einsatz länger dauert, dann dauert es halt mal länger.

    Spannend, was daso kommt. Eine JDAM mit aufgesetztem zusätzlichen Suchkopf zur Bekämpfung von bewegten Seezielen. Wenn das ein Laser-Zielsystem ist, haben wir das ja mit der GBU-54 für die Mk82 ja bereits in BMS implementiert. Wenn die Quicksink aber auf ein Radar- oder andere Steuermöglichkeit zurückgreift, geht es da technisch schon weiter.


    https://www.thedrive.com/the-w…has-sunk-its-first-vessel

    Ich habe mir .bat Dateien geschrieben, um DCS mit unterschiedlichen Konfigurationen für den Mission Editor (FullHD auf einem Monitor, VR deaktiviert), Standard (4K inkl. Zusatzmonitore mit HELIOS. VR deaktiviert) und VR (Minimale Auflösung, VR aktiviert) zu starten.