Oha, was für ein Einsatz.
Die Piloten Viper, Rabbit, Cuca, Wildhog, Bikeman, Maverick, Achmo und Bumerang saßen im Bereitschaftsraum der 47th.
Natürlich hatten sie sich gerade Pizza bestellt, denn das Wetter war so übel, dass auf der AFB Pescara Startverbot herrschte.
Da kam plötzlich die Meldung rein, dass eine F-16 mit Kennung Falcon11 über der Adria abgestürzt war. Sofort lief eine große Rettungsaktion an und auch die Dragon Fighter bemannten trotz Startverbot ihre Maschinen, handelte es sich bei dem vermissten Piloten doch um den Kameraden Nik.
Nach dem hastigen Start versuchten die Piloten zunächst einmal sich über die Gewitterfront zu kämpfen. In rund 33.000 Fuß durchstießen sie nach einem waren Hussarenritt die mächtigen Cumulunimbus Wolken, aber selbst darüber herrschten noch teils starke Turbulenzen.
Man teilte sich auf vier verschiedene Suchgebiete auf und begann nach der Suche des Notsenders, welcher auf dem Tacan Band 016X sendete. Leider hatte dieser nur eine Reichweite von ca. 10 NM, bei gutem Wetter.....
Nachdem in allen Sektoren die Suche zunächst ergebnislos blieb, sanken die Dragons auf 10.000 Fuß in die Gewitterwolken herab um einen besseren Empfang zu haben. Auch dies blieb erfolglos.
Die USS Enterprise, welche sich ebenfalls an der Suchaktion beteiligte, melde, dass sie einen kurzen Kontakt gehabt hätte und man engte den Suchradius weiter ein.
Mittlerweile flogen die Piloten unter der Wolkendecke in rund 2000 Fuß im dichten Schneetreiben über den meterhohen Wellen, als Rabbit als erster das Signal des Notrufsenders auffing.
Tatsächlich befand es sich gar nicht unweit der Position der Enterprise die stampfend durch die Wogen sich ihren Weg bahnte.
In Folge dieses Tieffluges gab es einen Unfall, denn Bikeman kam den Haushohen Wellen zu nah. Er konnte gerade noch rechtzeitig mit dem Schleudersitz aussteigen. Zum Glück war die Enterprise schon nah und konnte ihn zeitnah auffischen.
Bange Minuten vergingen in denen die Dragon Fighter in wildesten Turbulenzen, Nacht, Scheegestöber und schlechter Sicht mit ihren Night Vision Goggles Ausschau nach einem Lebenszeichen von Nik hielten. Endlich entdeckte Cuca als erster ein Lichtsignal zwischen zwei Wellenbergen. Er überflog die Position und tatsächlich, da schwamm Nik und gab Lichtsignale. Die Position wurde schnell an die Enterprise übermittelt und wenig später konnte auch Nik stark unterkühlt aber ansonsten weitgehend unversehrt den kalten Klauen des Meeres entrissen werden.
Die Dragons kämpften sich derweil wieder über den Sturm was gar nicht so einfach war. So mancher Pilot hatte durch die Turbulenzen sogar mit Strömungsabrissen zu kämpfen.
Bereits auf dem Rückweg nach Pescara wurden die Piloten schon informiert, dass Nik aufgenommen worden war.
Die Landung in Pescara war noch einmal richtig spannend. Bis zur Bodenberührung herrschten starke Turbulenzen und noch nie hatte man die Dragons so wackelnd im Endanflug gesehen. Aber, alle schafften es ihre F-16 wieder heil zu landen.
Dieser Flug war fliegerisch die wahrste Schwerstarbeit und zumindest virtuell wurde so die ein oder andere Kotztüte gefüllt.
Nach der Landung ging es erst einmal in die Staffelbar und der Erfolg diesen wilden Ritts wurde tüchtig begossen.
Nik würde sich über die Rechnung freuen....
Endlich, ein Lichtsignal von Nik