Bosnien 1991-1995: Die Schlacht um Dubrovnik

  • Übergreifende Informationen zur TE-Reihe: hier
    Termin: 27.03.2015 20.30 Uhr - ca. 23 Uhr
    Optimale Teilnehmerzahl: 8
    Schwerpunkt: TASMO, Intercept






    1991 wurde in einem Referendum die Unabhängigkeit Kroatiens beschlossen. Serbische Einheiten unter dem Kommando der Jugoslawischen Volksarmee begannen sofort mit der Besetzung von kroatischen Gebieten. Auch Dubrovnik wurde angegriffen. Aufgrund der schwierigen geografischen Lage (es gibt keine Landverbindung zwischen der Stadt und dem übrigen kroatischen Hoheitsgebiet) wurde die Stadt schnell eingeschlossen und belagert. Es kündigt sich eine ähnlich katastrophale Lage an wie erst kurz zuvor bei der Belagerung von Vukovar .


    Der Einsatz umfasst eine Wann-wäre-wenn-Lage eines militärischen Einsatzes zum Schutz eines maritimen Versorgungskonvois sowie zur Verhinderung von Luft- und Artillerieangriffen auf die von Flüchtlingen überfüllte Altstadt Dubrovniks.

  • Piloten: Hummer, Cuca, Marvel, Shooter, Rabbit, Bumerang


    Herzlichen Dank an Hummer für einen gefühlsmäßig sehr realistischen Flug. Von unserer Seite wurde kein einziger Schuss abgegeben. Dies verdankt die Gegenseite aber nur dem besonnenen Handeln unserer Piloten. Heißsporne hätten hier die Situation eskaliert. Gerade weil BVR nicht möglich war, war der Abstand zu potentiellen Gefahren deutlich kürzer als gewohnt. Ein wirklich spannender Einsatz! Die Flak der Fregatten nahm uns einige Male aufs Korn und eine unserer F-16 erlitt einen Treffer. Zum Schluss konnten aber Alle wieder sicher in Pescara/Italien landen.


    Dank an alle Piloten für die klare Kommunikation und ihr umsichtiges Handeln. :8:

  • Abschlussbericht Package 08


    111845ZDEC01


    Der Einsatz der NATO NRF wurde entsprechend des Einsatbefehls ausgeführt.


    ATO:
    Trojan - Marvel_Master, Shooter
    Stallion - Hummer, Cuca
    Vodoo - Bumerang, rabbit


    Zielerreichung:
    Das Primärziel wurde erfüllt - der Konvoi konnte ohne Schaden zu nehmen in den hafen von Dubrovnik einlaufen.
    Das Sekundärziel wurde nicht erfüllt. Aufgrund techn. Mängel mit den neuen Aufklärungs-Pods konnten die entsprechenden Maschinen, die für das Sekundärziel eingeteilt waren, nicht starten.


    Verluste:
    Keine Totalverluste.
    Eine F-16 wurde durch Abwehrfeuer beschädigt, konnte aber zur Basis zurückkehren.


    Materialverbrauch:
    257x Geschoss 20mm
    8x Chaff/Flare Container
    2x AGM-65G
    2x Tank 360gal
    Die Munition musse im Rahmen der Luftnotlage von Stallion12 abgeworfen werden.



    Auswertung / Bewertung:
    Die jugoslawische Volksarmee setze 6 Fregatten an, um den Konvoi abzudrängen. Zudem wurde Konvoi mehrmals durch 4 jugoslawische Bomber des Typs Tu-16 überflogen.
    Es kam jedoch zu keinem Waffeneinsatz der jugoslawischen Streitkräfte gegen den Konvoi, es bliebt bei Provokationen.
    Entgegen der vorherigen Beteuerungen der kroatischen Separatisten haben diese militärisch eingegriffen (2x MiG-25; 6x Su-24) und im Beisein der NRF Einheiten Angriffe auf jugoslawische Einheiten durchgeführt. Nach erster Auswertung wurden durch kroatische Flugzeuge zwei Bomber Tu-16 abgeschossen und eine beschädigt. Von den 6 Fregatten wurden drei schwer beschädigt. Über die Anzahl der Toten und Verletzten liegen keine Informationen vor.


    Die Präsenz der NATO konnte die jugoslawischen Einheiten davon abhalten, Angriffe auf den Konvoi durchzuführen. Provokationen wurden erfolgreich ignoriert, führten aber zur Beschädigung einer F-16C. Der Pilot blieb unverletzt.


    Das Ziel der politischen und militärischen Stabilisierung ist insgesamt gescheitert. Die Kämpfe zwischen der jugoslawischen Volksarmee und den kroatischen Separatisten verschärfen sich. Die Tatsache, dass Auf Einheiten der NATO geschossen wurde und auch Versprechungen zur Deeskalation nicht eingehalten wurden, zeugt von der schwierigen Lage in der Region und der aktuellen Machtlosigkeit der UN und NATO.


    Solange die internationale Gemeinschaft - hier repräsentiert durch die UN und die NATO - nicht respektiert wird, wird es schwer fallen mäßigend auf den Konflikt einzuwirken. Vor allem ist es aktuell nicht möglich, klar Position für eine der Parteien zu ergreifen.
    UN und NATO werden weiter als neutrale Partei agieren, um das Ziel einer Deeskalation unter Einbeziehung aller Konfliktparteien erreichen zu können.