Gestern war endlich der Verlegungsflug in unser neues Camp, von wo aus wir unsere Trainingsflüge und auch Einsätze fliegen sollen.
Wir wurden mit der Tarawa an die Küste geschippert und dann ging es im Morgenrot endlich los. Vor dem Start stellten wir allerdings fest, dass die Tarawa für die Menge Chinooks und Hueys zu klein ist.
Von daher galt es für die ersten Piloten, dessen Helis zuerst auf das Deck gebracht wurden, Maschine hochspulen, starten und in Formation neben der Tarawa herfliegen um auf die anderen Helis zu warten.
Das war schonmal die erste Herausforderung. Klappte aber sehr gut.
Nachdem alle in der Luft waren, ging es in Richtung aufgehende Sonne, nach Senaki Kholki wo Material und Verbrauchsgüter für das Camp aufgenommen werden sollten.
Der Flug dorthin wurde gleich genutzt um eine engere Formation mit allen Helis zu üben.
In Senaki angekommen galt es die Landezone zu treffen. Die Bodencrew hat sich wirklich echt Mühe gegeben, was da an Beleuchtung und anderes Equipment aufgebaut wurde war schon imposant.
Zuerst gingen die CH-47 rein, es passten nämlich nur max. Chinooks nebeneinander.
Wildhog sicherte sich gleich das Bier, das Barbecue, den Whiskey und andere leckere Dinge. Doch das wird ihm noch zu Verhängnis. Dazu später.
Polar sein Huey wurde so vollgemüllt, dass er nur mit einem Emergency Start abheben konnte und Schwierigkeiten hatte mit seinem Heli in der Luft zu bleiben.
Was sich aber bereits hier bereits herausstellte, wir müssen auf jeden Fall Landungen üben. Es gab etliche Beschädigungen aber keine Verletzungen.
Nachdem alles eingeladen wurde, ging es weiter Richtung Camp. Wiederrum ein sehr angenehmer Flug der ohne Problem verlief. Man musste auch mittlerweile die MFD`s heller drehen, weil bereits die Sonne sehr hoch stand.
Einzig im Chinook DF 12(Wildhog) machten sich die Lademeister bereits über die Getränke und das Barbecue her. Rein Verdauungstechnisch bekam es diesen gierigen Gesellen überhaupt nicht, weswegen diverse Flatulenzen abgesondert wurden, was wiederum dazu führte, dass DF12 mit geöffneter Heckklappe fliegen musste um nicht zu erblinden. Als wenn das noch nicht reichte, wurde der Praktikantin trotz ruhigen Geradeausfluges kotzübel und sie reierte den halben Laderaum voll. Der Helm reichte leider nicht. Junge war das ein Flug
Kurz vor dem Camp überflogen wir den Betankungspunkt, welcher nach dem Entladen im Camp auch noch angesteuert werden sollte um nachzutanken.
Wildhog ging wiederum als erster zum Landeanflug im Camp über und crashte seinen Chinook so hart runter, dass von dem Rest der Getränke(war eh nicht mehr viel) und vom Barbecue so gut wie alles zu Bruch ging.
Die nachfolgenden Helis entluden dann auch ihre Ladungen und flogen weiter zum Tankstützpunkt. Nachdem die Betankung auch abgeschlossen war, wurden die Helis wieder zum Camp geflogen, abgestellt und erstmal für die kommenden Tage einer gründlichen Reparatur unterzogen.
Auch hier wieder, Landung üben sollte oberste Priorität haben.
Wildhog + Besatzung müssen zur Strafe, nur mit einer Marschkompasszahl und Panzerkeksen ausgerüstet, sich bis nach Senaki zu Fuß durchschlagen. Einen Chinook selbst startbereit machen, die Nahrungsgüter selbst einladen und zügigst Richtung Camp verlegen und das Ganze am besten gestern schon!
Die Lademeister kommen mit dem Bus nach. Das wird ihnen hoffentlich eine Lehre sein.
Es war eine sehr schöne Mission mit etlichen Herausforderungen, auch mal ohne Feind und trotzdem hatten wir alle Hände voll zu tun.
Ich freue mich jedenfalls auf die kommenden Missionen und ich denke die anderen auch.
Ich wollte eigentlich ein Kurzvideo oder Bilder reinstellen, leider funzt mein *.trk File nicht. Schade.