Debriefing
Lucid Cleaver Truppentransport
Beteiligte Kräfte:
Hueys:
Lucky 61: Bumerang
Lucky 62: Pitbull
Lucky 63: Viper
Lucky 64: Iceman
Lucky 65: Pattex
Lucky 66: Joker
F-18:
Tiger11: Wildhog
Harrier:
Tiger 12: Doc
Ich zündete meine Pfeife an, nahm einen entspannenden Zug und schaute in den klaren Nachthimmel auf. Die Luft im Krankenhaus war stickig gewesen. Soeben hatte ich den griechischen General, welcher die vor uns stehende Mission vorbereitet hatte, auf seinem Krankenlager besucht. Bei dem kommenden Einsatz war eine Truppenverlegung von rund 200 Infanteristen mittels Hubschrauber hinter die feindlichen Linien geplant. Diese Truppen sollten dann in Folge im Rahmen der Operation Lucid Cleaver ein Balburisches HQ übernehmen.
Da der Heli Carrier „Tarawa „ z.Z. in den Gewässern vor Kreta operierte, kam die Gruppe Dragon Fighter Piloten, welche im Rahmen ihrer SAR Ausbildung auf den Huey auf jenem Schiff umherschipperten zufällig in die Pflicht diese Aktion in die Tat umzusetzen.
Die Planung schien mir nicht gerade professionell durchgeführt worden zu sein. So hatte z.B. besagter General mehrfach das Gebiet und insbesondere die potentielle Landezone mit seinem Heli überflogen, was ihm schließlich den Krankenhaus Aufenthalt eingebracht hatte, als seine Maschine, getroffen von AK-47 Feuer auf der Landezone runter gehen musste. Der Begleit- Hubschrauber hatte ihn schnell aufgenommen und ausgeflogen, aber der fast brandneue Huey des Generals musste erst einmal Vorort verbleiben.
Dieser Punkt kam bei meinem Krankenbesuch ebenfalls zur Sprache, da der General meine Frage, ob denn die Landezone vor unserer Landung z.B. durch ein Bombardement vorbereitet würde, verneinte. Schließlich wollte er seinen nur leicht beschädigten neuen Hubschrauber nicht gefährden. Der Mann hatte wohl keine Vietnam Bücher gelesen…. Hatten die Balburen nur halb so viel Grips im Kopf wie damals der Vietkong, dann musste man davon ausgehen, dass sie sich denken konnten was im Gange war und entsprechende Vorbereitungen, wie z.B. das Verminen der Landezone trafen.
Meine Prioritäten sahen anders aus und zwei Anrufe später hatte ich zumindest eine Hornet und eine Harrier zur Unterstützung anfordern können.
Am frühen Morgen bestiegen wir auf der Tarawa die Hubschrauber und begannen mit den Startvorbereitungen. Eigentlich wollten wir das Aufnahme Basecamp „Englisch“ schon vor Sonnenaufgang erreichen, aber diverse technische Probleme verzögerten den Start um fast eine halbe Stunde. Der ein oder andere Pilot rastete auf Frequenz 116 Mhz. Ein Geheimtipp, denn hier lief Musik. Endlich ging es los und nach wenigen Minuten Flugzeit schälte sich die Küste aus dem morgendlichen Frühnebel. Wir setzten gesittet auf den Helipads auf und begannen mit dem Einladen der Truppen. Dies stellte sich als Herausforderung da. Anscheinend war es für die meisten Soldaten das erste Mal und teilweise mussten die Piloten noch mal alle Infanteristen rausschmeißen und neu sortieren, bis wirklich 11 Mann mit voller Ausrüstung im Cargoraum Platz fanden.
Wir flogen los. Gemäß meiner Befehle hatten wir im Tiefflug zur Landezone zu fliegen. Ein weiterer Planungsfehler wie sich schnell zeigte. Wir kamen in heftiges Sperrfeuer. Mehrere Hubschrauber steckten Treffer ein. Es wurde niemand verletzt, doch wie sich später zeigen sollte, blieb der Beschuss nicht ohne Folgen. Kurz bevor wir die Landezone erreichten, wurde vom Voraus- Kommando Mörserbeschuss auf die Landezone gemeldet. Die Hueys stiegen und hielten in 2000 Fuß über der Dropzone „Dallas“ einen Orbit, während die Navy Hornet nach dem vermeintlichen Mörser suchte. Ein äußerst schwieriges Unterfangen wie sich aufgrund des starken Bodennebels herausstellte. Der Harrier bombardierte derweil den Landestreifen der Hueys um mögliche Minen auszuschalten. Als die Situation bereinigt war kippten die Hueys in einer Abwärtsspirale gen Boden und konnten eine Minute später sicher landen. Kurz vor dem Aufsetzten ereignete sich allerdings eine Explosion. Anscheinend hatte die Balburen den schönen neuen Hubschrauber des Generals mit Spregstoff präpariert welcher plötzlich in einer mächtigen Explosion auseinanderflog.
Die ersten 45 Truppen konnten abgesetzt werden, doch im Absetzt- Prozess brach plötzlich die Hölle los. Aus allen Richtungen setzte unvermittelt AK-47 Feuer ein. Während die Slicks schnell wieder auf 2000 Fuß über die Landezone stiegen, halfen Pitbull und ich mit unseren Gunships die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Der Rückflug in sicheren 2000 Fuß Höhe erfolgte danach ohne Probleme.
Wir waren schon im Lande- Anflug auf "Englisch" als uns der Funkspruch von "Dallas" erreichte, indem sie ein MEDIVAC anforderten. Es gab drei Verletzte auszufliegen. Da meine Order klar darin bestand, das nur im Verband geflogen werden durfte, entschied ich erst in Englisch zu landen und Truppen aufzunehmen.
Fortsetzung folgt.....